Lebenswelten kennen lernen, Eindrücke sammeln, mit Menschen sprechen, Themen erarbeiten - diese Basis trägt durch die Vielfalt meiner journalistischen Arbeit. 

Ob bei Dreharbeiten an einem kühlen Herbstmorgen mit einer Schäferin, im Chemotherapieraum oder in der Burn-out-Klinik, ob im Interview mit einem Mädchen, das zwei behinderte Schwestern hat oder mit einem Jugendlichen, dessen Vater Alkoholiker ist, ob beim Besuch einer Blindenführhund-Schule, einer türkischen Bäckerei oder einer Werkstatt für demenzkranke Männer. 

An meinem Beruf als Journalistin liebe ich es, Menschen kennen zu lernen, die ich sonst nicht unbedingt getroffen hätte im Leben. Den modern-orthodoxen jüdischen Medizinstudenten mit philosophischen Gedanken. Die engagierte und herzliche Brustkrebs-Spezialistin. Den vor Ideen und Witz sprudelnden Theatermacher. Den kunstbeflissenen Friedhofsleiter. Um nur ganz wenige zu nennen, die meine journalistische Arbeit mit Leben gefüllt haben.     

Ich suche gern nach Darstellungsmöglichkeiten in Wort und Bild, in O-Tönen und Fotos. Deswegen mag ich den Wechsel zwischen Fernsehbeiträgen und Zeitungsinterviews, zwischen Reportage und Buchprojekt.