Lebenswelten kennen lernen, Eindrücke sammeln, mit Menschen sprechen, Themen erarbeiten - diese Basis trägt durch die Vielfalt meiner journalistischen Arbeit. 

 

Ob auf einem Hausboot auf der Elbe oder in der Salzgewinnungsanlage auf Lanzarote, ob bei Dreharbeiten an einem kühlen Herbstmorgen mit einer Schäferin, im Chemotherapieraum oder in der Burn-out-Klinik, ob im Interview mit einem Mädchen, das zwei behinderte Schwestern hat, ob beim Besuch einer Blindenführhund-Schule oder einer Werkstatt für demenzkranke Männer. 

 

An meinem Beruf als Journalistin liebe ich es, Menschen kennen zu lernen, die ich sonst nicht unbedingt getroffen hätte im Leben. Mit ihnen zu sprechen, ihre Lebenswelt, ihre Anliegen und Erfahrungen einzufangen und darzustellen.

 

Die Auswanderin im Rollstuhl, die 20jährige Brustkrebspatientin, den vor Ideen und Witz sprudelnden jüdischen Theatermacher. Das Model mit Albinismus, den kunstbeflissenen Friedhofsleiter. Um nur ganz wenige zu nennen, die meine journalistische Arbeit mit Leben gefüllt haben.     

 

Ich suche gern nach Darstellungsmöglichkeiten in Wort und Bild, in O-Tönen und Fotos. Deswegen mag ich den Wechsel zwischen Fernsehbeiträgen und Zeitungsinterviews, zwischen Reportage und Buchprojekt. Und natürlich das Arbeiten im Team und das Arbeiten für mich, das Bauen von Sendungen, den Austausch mit Kolleg*innen, das Entwicklen von Ideen, den Kitzel in der Regie und die emotionalen Momente im Interview. 


Fotos: André Conrad, Louisa Kanis, Lutz Kanis, Anna Cervino, Annette Kanis